Sent-Time-Optimierung

Marketingfachleute, die E-Mail-Kampagnen ausführen, müssen nicht nur überzeugende Inhalte entwerfen, die für Verbraucher interessant sind, es ist auch eine Nachricht zur richtigen Zeit nötig, um den Augenblick optimal zu nutzen, wenn sich Verbraucher für eine Marke interessieren. Je mehr dieser Augenblicke die Marke nutzen kann, desto mehr Konversionen erhält sie – daher ist es äußerst wichtig, ganz oben im Posteingang eines Verbrauchers zu landen.

Mit Sent-Time-Optimierung (STO) wissen Marketingfachleute, wann sie die Kampagne verschicken sollen.
Dies ergänzt andere auf Recommendations KI basierende Lösungen wie:
- Smart Content, das heißt: „Was ist der optimale Inhalt, der einer bestimmten Zielgruppe präsentiert werden soll?
- Smart Audience, das heißt: „Wer ist die beste Zielgruppe für diesen bestimmten Inhalt?
Alle diese Funktionen sind Teil der umfassenderen Initiative von Zeta, Marketingfachleute durch Fähigkeiten des maschinellen Lernens zu unterstützen.

Unten finden Sie einige Antworten, die Ihnen mehr Klarheit über diese Funktion geben sollen.

 

Was ist STO?

STO muss auf Wunsch aktiviert werden, und wenn dies in der Umgebung aktiv ist, können Marketingfachleute STO für Einzelbatch-Journeys und benutzerdefinierte Journeys mithilfe der Einzelbatch- oder wiederkehrenden Batch-Komponente als Einstiegspunkt aktivieren. Als Folge werden Nachrichten in dieser Journey zur besten Zeit für den Kontakt gesendet.

Die Aktivierung und Einrichtung erfolgt in den grundlegenden Eigenschaften der Journey. Der Planungsabschnitt enthält einen zusätzlichen Schalter zum Aktivieren von STO für diese Journey: „Zu optimaler (vorhergesagter) Zeit für jeden Verbraucher senden“

Wenn dies aktiviert ist, ist ein Link Erweitert sichtbar. Wenn dieser angeklickt wird, kann eine Zeitzone ausgewählt werden.

Die Zeitzone-Einstellung ermöglicht es Marketingfachleuten das Ende des Tages auf die gewünschte Zeitzone einzustellen, da nur Zustellung am selben Tag unterstützt wird. Dies hat keinen Zusammenhang mit dem tatsächlichen Journey-Start, da es in der Zeitzone des Benutzers passiert, der an der Plattform angemeldet ist. Infolgedessen werden alle E-Mails vor Ende des Tages der für STO ausgewählten Zeitzone gesendet.

Beispiel: Ein Benutzer in Seattle plant eine Journey und möchte, dass E-Mails bis Mitternacht Seattle-Zeit gesendet werden. Der Benutzer ändert die „Zeitzone für Senden am selben Tag“ zu „UTC+10:00) West Pacific Standard Time“.

Welche Daten werden berücksichtigt?

E-Mail-Klicks und Ansichten, Seitenklicks und Ansichten mobiler Nachrichten, Klicks und Aktionsschaltflächen werden alle bei der Bestimmung der besten Zeit für das Senden einer E-Mail an den Verbraucher berücksichtigt. Durch Berücksichtigung anderer Kanäle erhalten wir eine bessere Sicht darauf, wann ein Verbraucher aktiv ist.

Obwohl die Interaktion mit Seiten und mobilen Nachrichten beim Berechnen der besten Sendezeit berücksichtigt wird, ist Sent-Time-Optimierung nur für E-Mails verfügbar.

Hinweis: Ab Selligent Version 5.22 werden iOS15-Öffnungen bei der Berechnung der besten Sendezeit nicht mehr berücksichtigt.

Wann ist ein optimiertes Sendezeitprofil für einen Kunden verfügbar?

Sobald eine Interaktion erkannt wird, ist ein optimiertes STO-Profil verfügbar. . Verbraucher ohne Interaktion erhalten kein STO-Profil. Beim Journey-Start verwendet das STO-System die automatisch berechneten Ersatzinformationen, wenn verfügbar. Wenn Letzteres nicht verfügbar ist, werden die Verbraucher sofort bei Journey-Start angesprochen. (Frühere Versionen von STO verwendeten in diesem Fall zufällige Stunden.)

STO-Profilverfeinerung (Validierung, Aktualisierung) wird automatisch alle 24 Stunden durchgeführt, das heißt Änderungen beim Verbraucherverhalten werden erkannt und das STO-Profil wird entsprechend angepasst.

 

Gibt es einen Ersatzmechanismus?

Ja. Die Ersatz-STO-Zeit basiert auf der besten Sendezeit für die Zielgruppe und wird für Kontakte ohne ein STO-Profil verwendet.

Beispiel: Die STO für die Zielgruppe ist 17:00 Uhr. Dies ist die Ersatz-STO-Zeit, die für Kontakte ohne Bindung verwendet wird.

 

Wie wird dieses STO-Profil erstellt?

Als erster Schritt wird, sobald STO für einen Kunden aktiviert ist, ein STO-Profil über die kontinuierliche Sammlung und Speicherung von Interaktionsdaten berechnet. Alle Interaktionsereignisse werden in Echtzeit erfasst und gespeichert und in einer Heatmap für jeden einzelnen Verbraucher zusammengefasst. Die personalisierte Heatmap wird mit Informationen auf Zielgruppenebene angereichert. Anschließend wird das Ergebnis verwendet, um die optimale Sendezeit zu bestimmen, die regelmäßig zum Profil dieses Verbrauchers hinzugefügt wird.

Unser Algorithmus sieht sich an, ob ein Kunde aktiv ist, um die Wahrscheinlichkeit zu berechnen, wann er aktiv sein wird. Diese Aktivität wird in stündlichen Zeitrastern über einen 24-Stunden-Zeitraum gespeichert. Ob sie aktiv sind, wird durch Ansichten und Klicks in Seiten, E-Mails und mobilen Nachrichten über diesen Zeitrahmen ermittelt, bis zu der Stunde, an der sie am wahrscheinlichsten aktiv sind. Eine ähnliche Heatmap wird für die Zielgruppe berechnet. Beide werden in Form einer gewichteten Summe kombiniert.

Gibt es ein STO-Profil für jeden Verbraucher?

Sobald es mindestens eine Interaktion gibt, wird ein STO-Profil erstellt (denken Sie daran, dass die STO-Profilberechnung einmal am Tag durchgeführt wird, daher kann es sein, dass das STO-Profil erst am nächsten Tag verfügbar ist). Für Verbraucher ohne Interaktion wird die Ersatz-STO-Zeit angewandt.

Am Ende haben Sie daher Verbraucher mit einem STO-Profil und Verbraucher ohne ein STO-Profil.

Ein vorhandenes STO-Profil kann im Zielgruppenfilter verwendet werden, um die Zielgruppe in Kontakte mit und ohne STO-Profil aufzuteilen:

Welche Auswirkung hat ein STO-Profil auf eine Journey?

Beim Starten einer Journey mit aktivierter STO müssen mehrere Szenarios berücksichtigt werden.

Verbraucher mit STO-Profil

  • Verbraucher mit einem STO-Profil, deren beste Sendezeit im Augenblick der Ausführung vorbei ist, erhalten umgehend eine E-Mail.
  • Verbraucher mit einem STO-Profil mit einer Sendezeit, die nach Ausführung der Journey liegt, erhalten eine E-Mail, wenn die ideale Sendezeit erreicht ist.

Verbraucher ohne STO-Profil

  • Für Verbraucher, die kein STO-Profil haben, wird die E-Mail zur Ersatz-STO-Zeit gesendet.
  • Wenn kein STO-Ersatz verfügbar ist, werden Nachrichten sofort gesendet. Dies ist normalerweise der Fall, wenn ein neuer Kunde mit der Verwendung von STO beginnt und noch keine Journeys gestartet wurden (folglich sind noch keine Interaktionen von Verbrauchern verfügbar).

Wann ist ein günstiger Zeitpunkt, um mit der Verwendung von STO in Journeys zu beginnen?

Dies hängt hauptsächlich vom Kunden und seinem Geschäft ab.

Anfängliche STO-Profile werden durch eine Analyse der Historie des Empfängers erstellt. Dies gilt für bestehende Selligent-Kunden, für die Historiendaten geladen werden können. Für Empfänger ohne Aktivität wird ein STO-Profil nach ihrer ersten verfolgten Interaktion erstellt und (alle 24 Stunden) angepasst, wenn weitere Aktivitäten aufgezeichnet werden. Folglich können Kunden mit einer guten Historie engagierter Kontakte mit der Verwendung von STO nach Aktivierung beginnen.

Was ist die empfohlene Startzeit meiner Journey bei Verwendung von STO?

Es wird empfohlen, die Journey so bald wie möglich am Tag zu starten. E-Mails werden immer zur optimierten Zeit VOR ENDE DES TAGES gesendet. Wenn eine Journey für die Ausführung um 23:00 Uhr geplant ist, werden die meisten E-Mails sofort gesendet und es kann keine STO angewandt werden.

Gibt es Einschränkungen?

  • STO ist verfügbar, ABER es ist nicht standardmäßig verfügbar und wird von Zeta auf Anfrage bereitgestellt.
  • STO kann nicht in Kombination mit Wellen verwendet werden.
  • STO ist sowohl für EU- als auch US-Kunden verfügbar.
  • STO ist sowohl für Campaign als auch für Selligent by Zeta verfügbar.
  • STO ist heute NUR für E-Mail verfügbar.
  • STO wird heute unterstützt:
  • STO unterstützt nur Zustellung am selben Tag (basierend auf der Zeitzoneneinstellung der STO), keine Optimierung für 24 Stunden oder Wochentag.
  • STO beinhaltet die folgenden Interaktionen:
    • E-Mail: Ansichten & Klicks
    • Seiten (nicht Site): Klicks
    • Mobile Push: Ansichten & Klicks auf Aktionsschaltflächen

Wie kann ich STO testen?

Sie haben 2 Auswahlmöglichkeiten:

1. Experiment-Option

Die Zustellungsoptimierungskomponente (in Einzelbatch- und benutzerdefinierten, wiederkehrenden Batch-Journeys) bietet die Möglichkeit, ein Experiment durchzuführen und Interaktionen bei E-Mails, die zur optimalen Zeit und zu einer geplanten Zeit gesendet wurden, zu vergleichen.

Sehen Sie sich das Thema „Zustellungsoptimierungskomponente“ an, um mehr Informationen zu erhalten.

2. Manuelle Einrichtung

Das Testen der STO kann auch mithilfe von 2 Einzelbatch-Journeys erfolgen, eine mit aktivierter STO und eine ohne aktivierte STO. Dies ermöglicht das Vergleichen der Ergebnisse dieser Journeys mithilfe eines dynamischen Segments bei der Zielgruppe, die nur Kontakte enthält, die ein STO-Profil haben.

Schritt 1 – Erstellen Sie ein dynamisches Segment, das nur Kontakte mit einem STO-Profil enthält. Dies ist die angesprochene Zielgruppe.

Hinweis: Wenn Sie ein dynamisches Segment bei der Zielgruppenliste erstellen möchten, können Sie die Zielgruppe auch direkt in der Journey ansprechen und den Zielgruppenfilter verwenden.

Schritt 2 – Erstellen Sie eine Einzelbatch-Journey für 50 % der angesprochenen Zielgruppe und aktivieren Sie STO.

  • Wählen Sie in den Eigenschaften der Journey die Zielgruppe und das vorher erstellte dynamische Segment aus.
  • Aktivieren Sie STO in den grundlegenden Eigenschaften der Journey.
  • Erweitern Sie die Einstellungen „Erweitert“ und wählen Sie die Zeitzone

  • in den erweiterten Eigenschaften aus und legen Sie das Sendelimit auf 50 % der Zielgruppen fest.

Achten Sie darauf, dass Sie die Ausführung der Journey so bald wie möglich planen, um die STO-Profile optimal zu nutzen.

Schritt 3 – Erstellen Sie eine zweite Einzelbatch-Journey, die die anderen 50 % der angesprochenen Zielgruppe anspricht. Dies kann durch Verwendung des dynamischen Segments und Ansprechen nur der Kontakte, die in der ersten Journey angesprochen wurden, erreicht werden. Aktivieren Sie STO für diese Journey nicht.

Hinweis:
Stellen Sie sicher, dass die erste Journey (mindestens 1 Stunde) vor der zweiten Journey ausgeführt wird. Wenn die erste Journey beim Prüfen der angesprochenen Zielgruppe für die zweite Journey noch nicht gestartet wurde, gibt der Zielgruppenfilter alle Kontakte im dynamischen Segment zurück, da keine E-Mails gesendet wurden, und es können keine Kontakte für die zweite Journey ausgeschlossen werden.

 

DSR und STO

Wie werden DSR-Anfragen durch STO behandelt? Was passiert, wenn ein Kunde eine Anfrage des folgenden Typs sendet: Sammeln, Abmelden, Löschen?

DSR funktioniert wie folgt: Wenn ein DSR-Datensatz an Tag X erstellt wird, wird während der Nacht von Tag X+1 diese Anfrage verarbeitet, zuerst durch das Entfernungsscript und dann durch die DSR API. Das heißt höchstens 24 Stunden zwischen diesen Aktionen.

Löschanfragen – Löschanfragen werden aufgezeichnet und stellen sicher, dass der Verbraucher kein Teil der STO-Ausgabe mehr ist. Die Rohereignisse von diesen Verbrauchern aus Gründen des Reporting nicht entfernt, haben aber keine Verbindung zu einem Profil mehr, da diese entfernt werden.

Abmeldeanfragen – Diese werden genauso wie Löschanfragen für STO behandelt. Der Verbraucher ist nicht mehr Teil der STO-Ausgabe. Die Rohereignisse haben noch eine Verbindung zu einem Profil.

Sammelanfragen – Diese geben ein leeres Datenelement zurück, da alle Informationen bereits durch die anderen Module zurückgegeben werden (z. B. Campaign gibt die STO-Stunde zurück).

 

Was dies für STO bedeutet – Die Ergebnisse der STO-Berechnungen werden regelmäßig zurückgesendet. Das heißt, es ist möglich, dass gelöschte Profile noch eine STO-Profilerweiterung haben. Dies kommt jedoch selten vor.

Dies passiert nur, wenn das Hauptprofil gelöscht wurde und es lange Zeit dauerte, bevor die DSR-Anfrage zum Interaktionshub weitergeleitet wurde. Die Kette der Ereignisse, die dies auslösen könnten:

  • Löschen von Profil
  • Erweiterung durch Entfernungsscript STO-Berechnung läuft
  • DSR-Anfrage wird weitergeleitet

 

Unterscheidet STO zwischen Wochentagen und Wochenenden?

STO macht keinen Unterschied zwischen Wochenenden und Wochentagen. Zurzeit wird nur eine Stunde Aktivität in UTC-Zeit berücksichtigt, unabhängig vom Wochentag.

 

Berücksichtigt STO unterschiedliche Öffnungszeiten eines Verbrauchers?

Wie wird die STO-Zeit berechnet, wenn ein Kontakt zu verschiedenen Zeiten öffnet? Wenn er zum Beispiel eine E-Mail am Montag um 8:00 Uhr und am Mittwoch um 18:00 Uhr öffnet.

Wenn ein Kunde zu wenige Ereignisse hat oder seine Aktivität gleichmäßig über die Zeit verteilt ist, verwenden wir in STO das Verhalten der Zielgruppe als „Stichfrage“.

Dies funktioniert wie folgt: Wir erstellen ein Aktivitätsprofil für den Verbraucher und die Zielgruppe. Dies ist eine Sammlung aus 24 Zeitrastern, die jeweils die Aktivität während dieser Stunde des Tages darstellen. Das Ergebnis wird normalisiert. Als Nächstes kombinieren wir sowohl die Verbraucher- als auch die Zielgruppen-Aktivitätsprofile, um sicherzustellen, dass wir immer genug Informationen haben. Das endgültige, zusammengeführte Profil wird dann verwendet, um die endgültige STO-Zeit für diese Person zu bestimmen.

Das Kombinieren von Verbraucher- und Zielgruppenprofilen stellt sicher, dass Profile, die „flach“ (gleichmäßig verteilt) sind oder mehrere Spitzen haben, automatisch in einen Zielgruppen-Ersatz zurückverwandelt werden.

Das Gewicht wird – standardmäßig – auf 0,7 für Verbraucherinformationen und auf 0,3 für Zielgruppeninformationen eingestellt. Dies wird auf alle Verbraucher angewandt, unabhängig von der Anzahl der Ereignisse, die diese aufweisen. Der Grund für die Wahl dieser Voreinstellungen ist, dass Pilottests bei diesen Einstellungen die besten Ergebnisse lieferten.

 

Werden Campaign STO-Profile in Selligent verfügbar sein?

Diese Frage gilt für Campaign-Kunden, die STO verwenden und zu Selligent wechseln möchten.

Ja, diese STO-Profile werden in Selligent verfügbar sein, vorausgesetzt die Zielgruppe wird migriert das STO-Modul ist aktiviert.

Hinweis: Der Kunde kann nicht direkt auf die STO-Profilerweiterung zugreifen. Stattdessen bieten wird diese Funktionalität in Selligent über die Verwendung des Zielgruppenfilters.

Technischer Hinweis: STO-Profile in Selligent sind genau die Gleichen wie in Campaign:

Sie werden in der internen Datenbank gespeichert.

Selligent ordnet die Zielgruppenliste der internen Zielgruppenliste in Campaign zu, die mit der STO-Profilerweiterung verknüpft ist.

Die Ausführungs-Engine verwendet sowohl die interne Zielgruppenliste als auch die Profilerweiterung.

Neue Interaktionen werden über den Interaktionshub verarbeitet und die STO-Zeiten in der Profilerweiterung werden auf dem neuesten Stand gehalten.

Daher werden STO-Daten zwischen Selligent und Campaign immer perfekt synchronisiert.

 

Werden Testnachrichten und Testbenutzer für STO berücksichtigt?

Wenn ein Testbenutzer mit einer Nachricht interagiert (klicken/anzeigen), wird diese Interaktion für STO berücksichtigt? (Wird dies zum Interaktionshub gesendet?)

Jede Interaktion oder Zustellung wird zum Interaktionshub gesendet, ob es sich um eine Testnachricht handelt oder nicht.

Der Interaktionshub verarbeitet nur Ereignisse, die aus einer Quelle mit Journey- und Zielgruppenkontext stammen. Das bedeutet, dass Testnachrichten, die vom Frontend gesendet werden, nicht berücksichtigt werden. Journeys, die im Testmodus gestartet werden, werden berücksichtigt.

 

Wie schließe ich Kontakte von einer Journey aus, die noch ihre STO-Nachricht erhalten müssen?

Wir empfehlen die Verwendung des folgenden Setup:

  • Journey A, die mit aktivierter STO gestartet wird
  • Journey B, die mit der restlichen Zielgruppe gestartet wird

Journey B wird normalerweise zu einer späteren Zeit gestartet, aber es könnte sein, dass ein Verbraucher in Journey A seine Nachricht immer noch nicht empfangen hat. Betrachten Sie das folgende Szenario:

  • Journey A wird um 01:00 Uhr gestartet und plant eine STO-E-Mail um 18:00 für Verbraucher X.
  • Journey B wird um 16:00 gestartet und wird nur an Verbraucher adressiert, die noch keine E-Mail empfangen haben. Außerdem möchten wir Verbraucher, für die eine E-Mail geplant ist, ausschließen: Verbraucher X sollte ausgeschlossen werden.

Journey B kann dann den Filter verwenden, bei dem Kontakte mit STO-Profil eingeschlossen werden und noch keine E-Mail in Journey A geplant ist:

 

Welchen Zweck hat die Zeitzone für STO?

Beim Konfigurieren von STO kann eine Zeitzone definiert werden. Was bedeutet dies jetzt für das Senden Ihrer E-Mails?

Der Zweck der Zeitzonen-Konfiguration in der STO-Komponente ist, die Zustellung am selben Tag in der angegebenen Zeitzone sicherzustellen.

Wichtige Punkte, die Sie sich merken sollten:

  • Die Journey-Startzeit (in der Zeitzone der Marketingfachleute) bestimmt den START des Sendezeitraums.
  • Wenn STO aktiviert ist, bestimmt die STO-Zeitzoneneinstellung das ENDE des Sendezeitraums („Mitternacht“ in dieser Zeitzone).
  • Der Sendezeitraum kann nicht länger sein als 24 Stunden.
  • STO stellt Zustellung am selben Tag sicher.

Hinweis: Wir empfehlen diese erweiterte STO-Zeitzoneneinstellung nur in sehr spezifischen Szenarios. Die meisten Szenarios sollten mit der Standardherangehensweise ohne Zeitzoneneinstellung abgedeckt sein.

Es sind drei Situationen zu berücksichtigen:

  • Marketingfachleute befinden sich in derselben Zeitzone wir ihre beabsichtigte Zielgruppe (die Mehrzahl der Fälle).
  • Marketingfachleute zielen auf eine Zeitzone ab, die vor ihnen liegt (möglicherweise kürzerer Sendezeitfenster).
  • Die Marketingfachleute zielen auf eine Zeitzone ab, die hinter ihnen liegt.

 

Situation 1: Die angesprochene Zielgruppe sind Menschen in den Niederlanden, daher ist die STO-Zeitzone auf UTC+1 eingestellt. Marketingfachleute in Paris (das ebenfalls UTC+1 ist) stellen den Journey-Start auf 4.00 Uhr ein.

Dies ist die häufigste Situation: Marketingfachleute möchten eine Zielgruppe in derselben Zeitzone ansprechen. In diesem Fall endet der Sendezeitraum um Mitternacht UTC+1 und das Sendezeitfenster beträgt 20 Stunden.

Situation 2: Die angesprochene Zielgruppe sind Menschen in Neu Delhi, daher ist die STO-Zeitzone auf UTC+5 eingestellt. Marketingfachleute in Belgien (UTC+1) stellen den Journey-Start auf 7.00 Uhr ein.

Ein Start um 7:00 entspricht für Marketingfachleute einem Start um 11:00 für die angesprochene Zielgruppe (4 Stunden vor den Marketingfachleuten). Mitternacht in der STO-Zeitzone (UTC+5) bestimmt das Ende des Sendens. Das bedeutet, dass E-Mails nur über einen 13-Stunden-Zeitraum gesendet werden und eine Massensendung von E-Mails an diejenigen erfolgt, deren STO-Profil früher als 11:00 Uhr ist.

Situation 3: Die angesprochene Zielgruppe sind Menschen in Texas, daher ist die STO-Zeitzone auf UTC-5 eingestellt. Marketingfachleute in Amsterdam (UTC+1) stellen den Journey-Start auf 7.00 Uhr ein.

 

Ein Start um 7:00 für Marketingfachleute entspricht einem Start um 1:00 für die angesprochene Zielgruppe (6 Stunden hinter den Marketingfachleuten). Mitternacht in der STO-Zeitzone bestimmt das Ende des Sendens. Das bedeutet, dass E-Mails über einen 23-Stunden-Zeitraum gesendet werden, wodurch die STO-Funktion optimal genutzt wird.

Da in diesem Beispiel Marketingfachleute jetzt 6 Stunden vorne liegen, wäre die früheste Zeit, um das Senden der E-Mails zu starten, 6:01 Uhr in der Zeitzone der Marketingfachleute, was 0:01 Uhr für die angesprochene Zielgruppe entspricht. Alles, was vor 6:00 Uhr geplant wäre, würde dem vorherigen Tag in der STO-Zeitzone entsprechen und den Sendezeitraum erheblich einschränken. Im folgenden Beispiel stellen Marketingfachleute die Sendezeit um 2:00 Uhr ein, was 20:00 Uhr am vorherigen Tag für die angesprochene Zielgruppe entspricht und die Sendezeit auf nur 4 Stunden, bis Mitternacht für die angesprochene Zielgruppe, beschränkt.

Empfehlung: In der obigen Situation solle die STO-Zeitzone auf Ihre eigene eingestellt bleiben, das heißt UTC+1. Wenn die Nachrichten um 2:00 gesendet werden, startet die Journey nicht zu einer anderen Zeit. Wenn Sie also 2:00 Uhr planen, startet die Journey trotzdem um 20:00 Uhr am vorherigen Tag in der Zeitzone STO-5. Das Ende des Tages wird jetzt jedoch durch die Zeitzone UTC+1 bestimmt und E-Mails werden 22 Stunden lang gesendet, bis 18:00 Uhr in UTC-5.

 

Wir sehen keine Verbesserungen in STO-Kampagnen. Was empfehlen Sie?

Versuchen Sie Folgendes:

1. Starten Sie die Journey so früh wie möglich am Tag, kurz nach Mitternacht.

2. Führen Sie einen AB-Test mit und ohne STO durch und nehmen Sie eine Aufteilung 50 % zu 50 % vor. Führen Sie einen AB-Test nur für Verbraucher durch, die ein STO-Profil haben, und nehmen Sie eine Aufteilung 50 % zu 50 % vor.

Dies sollte zumindest für einige Kampagnen erfolgen, um zu verstehen, wie die Zielgruppe reagiert.

Die zweite Option liefert möglicherweise nicht die erwarteten Ergebnisse und zeigt dabei einen wichtigen Unterschied zwischen STO-Kampagnen und Kampagnen ohne STO. Einer der möglichen Gründe dafür könnte sein, dass die Zielgruppe ziemlich inaktiv ist. Daher könnte es sich lohnen, Option 3 zu betrachten, da Sie dabei nur eine Zielgruppe ansprechen, die in den letzten Monaten aktiv war.

 

Hinweis: Die Zustellungsoptimierungskomponente bietet die Möglichkeit, ein Experiment durchzuführen und Interaktionen bei E-Mails zu vergleichen, die zum optimierten Zeitpunkt und zu einem geplanten Zeitpunkt gesendet wurden.

 

STO und Pausieren/Abbrechen/Offline nehmen der Journeys

Wenn eine STO-fähige Journey aktiviert ist, werden die Mails an das GRID weitergeleitet, wobei jede Mail eine bestimmte Zustellzeit hat – entweder die Zeit des STO-Profils des Kontakts oder die Ersatz-Zeit der Zielgruppenliste, wenn kein STO-Profil existiert. Anhand dieses Zeitstempels bestimmt das GRID dann, wann die E-Mail zu versenden ist.

Eine einmal gestartete Journey kann dann angehalten, abgebrochen oder gestoppt (offline genommen) werden:

  • Wenn eine Journey während der Ausführung angehalten wird, werden alle ausstehenden E-Mails, die auf die Zustellung warten, NICHT aus der Warteschlange entfernt und weiterhin zu den angegebenen Zeiten versandt.
  • Wenn eine Journey während der Ausführung offline genommen wird, werden alle ausstehenden E-Mails, die auf die Zustellung warten, weiterhin gesendet (ähnlich wie bei Anhalten), nur dass ihre Webversion und Links nicht mehr funktionieren. Bei STO werden alle E-Mails von Anfang an in die Warteschlange gestellt und somit versendet.
  • Wird eine Journey während der Ausführung abgebrochen, werden auch alle noch ausstehenden E-Mails, die auf die Zustellung warten, abgebrochen.

Beispiel: Eine Journey ist für 4.00 Uhr angesetzt; drei E-Mails mit den STO-Zeiten 0630, 1200 und 1500 werden an das GRID weitergeleitet. Aber um 9.00 Uhr:
Ein Klick auf ANHALTEN bedeutet, dass eine der Sendungen um 6.30 Uhr zugestellt wurde, während die anderen noch um 12.00 und 15.00 Uhr zugestellt werden sollen.
Wenn Sie auf OFFLINE NEHMEN klicken, wird eine E-Mail um 6.30 Uhr zugestellt, während die anderen um 12.00 und 15.00 Uhr noch auf die Zustellung warten (ähnlich wie bei ANHALTEN), aber die Links in diesen E-Mails funktionieren nicht mehr
Wenn Sie auf ABBRECHEN klicken, wird eine Sendung um 6.30 Uhr zugestellt, und die beiden Sendungen, die um 12.00 und 15.00 Uhr zugestellt werden sollen, werden aus der Warteschlange entfernt.