Interpretation der Zielgruppenzahl

Es gibt viele Orte in Campaign, die uns Informationen über Zielgruppen- oder Zielzahlen geben. Wo sind diese Orte und was stellen die Zahlen dar? Und was hat all dies mit Aktionslisten und Kommunikationskadenz zu tun?

Auf dieser Seite werden verschiedene Orte in Campaign behandelt, die Ihnen irgendwelche Zielgruppen- oder Zielzahlen liefern.Die Bedeutung dieser Zahlen wird jeweils erklärt.

 

Berichtskomponente

Journey mit einer Benutzerliste

Die Berichtskomponente zeigt eine Zahl Ihrer Zielgruppe. In anderen Worten, die Zahl bedeutet alle angesprochenen Mitglieder Ihrer Zielgruppe nach Anwendung von Filtern.

In Komponente (3) sehen wir daher die Zahl 2270. Daraus können wir schliessen, dass die Benutzerliste (in Komponente (1) ohne angewandten Filter) 2270 Benutzer hat, die sich nicht abgemeldet haben. Beachten Sie, wie dies überhaupt nichts mit dem Senden von Nachrichten zu tun hat, der Bericht zählt nur Ihre Zielgruppe.

In Komponente (8) sehen wir, dass Filter angewandt wurden. Hier nehmen wir nur die Benutzer mit MASTER.ID <= 100. Dies würde normalerweise 100 Datensätze enthalten, aber 3 Benutzer haben sich abgemeldet und 2 Benutzer wurden gelöscht. Daher zählen wir 95.

 

Journey mit einer Benutzerliste, die mit einer Aktionsliste verknüpft ist

In diesem Beispiel haben wir dieselbe Journey wie oben hinzugefügt, aber diese Mal haben wir eine Aktionsliste zu unserer Benutzerliste hinzugefügt. Diese Aktionsliste enthält Datensätze für insgesamt 3 Benutzer. In anderen Worten, wenn Sie eine Aktionsliste in einer Journey verwenden, werden die Komponenten das Vorhandensein einer Aktionsliste als einen Filter interpretieren.

Dies führt zu eine Zahlabfrage wie:
SELECT COUNT(DISTINCT MASTER.ID) AS CNT
FROM MY_USERLIST MASTER WITH (NOLOCK)
LEFT JOIN MY_ACTIONLIST ACTIONSCOPE WITH (NOLOCK) ON MASTER.ID=ACTIONSCOPE.USERID
WHERE ACTIONSCOPE.ACTIONCODE IN ('MY_CODE')
AND ( ISNULL(ACTIONSCOPE.STATE,0)<>30
OR (ACTIONSCOPE.STATE=30 AND ACTIONSCOPE.CAMPAIGNID=4799));

Interessant an dieser Abfrage ist, dass immer getrennte Benutzer angezeigt werden. Das heisst, auch wenn wir 100 Aktionslistendatensätze zum Ansprechen 1 spezifischen Benutzers haben, zeigt die Berichtskomponente eine Benutzerzahl, daher wird trotz Auswahl von nur 1 Benutzer ein Bericht erstellt.

Ausserdem verwenden wir Aktionslistendatensätze, die durch diese spezifische Journey bereits verarbeitet wurden, sowie Aktionslistendatensätze, die noch nicht verarbeitet wurden. Dem liegt der Gedanke zugrunde, dass wir nicht möchten, dass die Berichtskomponente etwas anderes als "eine gefilterte Zielgruppe" zeigt. Das Ausführen der E-Mails einer Journey sollte keine Auswirkung auf die berichteten Zählungen haben. (Es sei denn, wir filtern nach Interaktionen.)

Hinweis: Berichtskomponenten haben keine Interaktion mit Kommunikationskadenz.

 

 

Zielgruppenvalidierung

Journey mit einer Benutzerliste

Beginnen wir erneut mit einer Beispiel-Journey, ähnlich der vorher verwendeten:

Was wir hier sehen, ist eine Journey, die eine E-Mail enthält, für die Zielgruppenvalidierung ausgeführt wird. Beachten Sie, dass wir sowohl die Ja- als auch Nein-Pfade der Entscheidungskomponente sowie die Listenkomponente direkt mit der E-Mail verbunden haben. Die Tatsache, dass es drei Pfade zum Erreichen der E-Mail gibt, ist der Grund, warum wir drei Entitäten im Zielgruppenvalidierungsfenster sehen.

Der erste Eintrag ist für das OnYes-Ereignis der Entscheidungskomponente. Wie bei der vorher gezeigten Berichtskomponente sehen wir eine Zahl von 95. Dies bedeutet, dass das Ausführen der Journey dazu führt, dass 95 E-Mail-Nachrichten über diesen spezifischen Pfad gesendet werden.

Der zweite Eintrag ist für das OnNo-Ereignis der Entscheidungskomponente. Dieser Pfad veranlasst das Senden von 2175 Nachrichten.

95+2175=2270; 2270 war der Gesamtbetrag der ansprechbaren Benutzer in Ihrer Zielgruppe.

Der dritte Eintrag entspricht der direkten Verbindung von der Listenkomponente zur E-Mail-Komponente (9). Hier zählen wir 0 Benutzer, auch wenn wir 2270 Benutzer in unserer Zielgruppe haben. Der Grund dafür ist, dass alle drei Pfade mit derselben E-Mail-Komponente verbunden sind und jede reguläre E-Mail-Komponente nur verwendet werden kann, um einen Benutzer einmal anzusprechen. Zur Ausführungszeit wird dies durch die NegSQL durchgesetzt.

Dies beweist, dass die Zielgruppenvalidierung vorher gesendete E-Mails berücksichtigt. Die Zahl bedeutet: "Wenn ich meine Journey gleich jetzt ausführe, wie viele E-Mails werden gesendet?"

Hinweis: Zielgruppenvalidierung interagiert nicht mit Kommunikationskadenz.

 

Journey mit einer Benutzerliste, die mit einer Aktionsliste verknüpft ist

In diesem Beispiel haben wir eine Aktionsliste hinzugefügt, die 9 Datensätze enthält, die dazu führen, dass 3 getrennte Benutzer angesprochen werden.

Beachten Sie, dass wir das Senden von 9 Nachrichten berichten. Zielgruppenvalidierung liefert Ihnen immer eine Nachrichtenzahl; keine Zielgruppenzahl.

 

Kommunikationskadenz

E-Mails, die einmal gesendet werden

Journey

In diesem Beispiel ist eine Journey eingerichtet, die 2 E-Mails enthält, die beide zu einem Kadenzplan hinzugefügt wurden. Dieser Plan wurde so konfiguriert, dass er 1 Nachricht pro Tag erlaubt. E-Mail (9) hat die höchste Priorität, E-Mail (12) hat die geringste Priorität.

Jedes Mal, wenn die Journey gespeichert und im Lesemodus geändert wird, werden die jüngsten Reduzierungsdaten im Journey-Bereich gezeigt.

In Kenntnis, dass wir insgesamt 2270 Benutzer haben und 95 durch die Bedingung MASTER.ID<=100 ausgewählt werden, sehen wir 95 / 2270 = 0,0418...
In anderen Worten, wir sehen, dass E-Mail (9) eine Reduzierung um 4,19% bei E-Mail (12) bewirkt.

Wenn die Journey gleich jetzt ausgeführt werden würde, sind die Zahlen gleich. Wenn eine E-Mail nicht gesendet wird, da sie bereits gesendet wurde, zählt sie nicht als Reduzierung. Dies ist alles in einem Szenario mit einmaligem Senden sehr einfach, es kann aber bei E-Mails, die mehrmals gesendet werden, ziemlich komplex werden.

 

Kommunikationskadenz — Konfliktansicht

Dieses Beispiel entspricht dem Journey-Beispiel mit E-Mails, die einmal gesendet werden. Sehen wir uns zuerst die Spalten rechts an.

Die gesamte Zielgruppe bedeutet die Gesamtmenge der Benutzer, die durch die E-Mails in unserer Journey angesprochen werden (es werden Benutzer gezählt, nicht E-Mails); 95 und 2270, wie wir vorher gesehen haben.

Dann zeigen wir die Reduzierung. Dies ist dieselbe Zahl, die im Journey-Bereich berichtet wurde.

In der nächsten Spalte sehen wir den zugestellten Prozentsatz. Wir haben diese Journey noch nicht ausgeführt, aber dies liefert uns die Menge der Benutzer, die bereits Ihr Mailing erhalten haben, geteilt durch die Gesamtmenge der Benutzer, die von Ihrem Mailing angesprochen werden.

Zuletzt sehen wir die tatsächliche Zielgruppe. Dies ist Ihre gesamte Zielgruppe minus der Menge der Benutzer, die Ihre E-Mail nicht erhält.

 

Kommunikationskadenz — Planungsansicht

Sehen wir uns das Fenster Planung für die Journey an, die wir in unseren Beispielen verwendet haben:

Beachten Sie zuerst, dass die Planungsansicht Ihnen Informationen über Journeys und keine individuellen E-Mails zeigt. In unseren vorherigen Beispielen haben wir bei allem, was wir erörtert haben, immer eindeutig einen Eintrag für jede E-Mail gesehen. Hier haben wir eine Leiste, die uns den Zeitraum, den unsere Journey in der Planung bleibt, zeigt, Statt einer Leiste kann dies auch die Form einer gepunkteten Linie mit einer kurzen Leiste für Journeys, die mehrmals gesendet werden, annehmen.

Unten auf Ihrem Bildschirm sehen Sie eine grosse rote Leiste, die zufällig dieselbe Länge wie die Leiste für unsere Journey hat. Dies zeigt uns, dass innerhalb dieses Kadenzplans Journeys bei der Planung für diese Dauer vorhanden sind, deren Ziel reduziert wird. Wenn dies grün wäre, würde es bedeuten, dass es überhaupt keine Konflikte gibt.

Wir sehen ausserdem den Text "Ziel reduziert auf 95%".

Dies wird wie folgt berechnet:
Die Menge der Benutzer, die unsere E-Mail erhalten (aber noch nicht erhalten haben), wird durch die Gesamtmenge der Benutzer geteilt, die ohne Kommunikationskadenz angesprochen werden würden: ((2270-95) + 95) / (2270 + 95) = 0,95983....
Diese Zahl wird auf den ersten vollen Prozentsatz abgerundet: 95%.

Auf der Leiste, die uns die Planungsdauer der Journey zeigt, kann ein Rechtsklick ausgeführt werden, um entweder zur Journey zu navigieren oder "Mehr Info" anzuzeigen. Dies zeigt ein Popup-Fenster wie das Folgende:

Dieses Fenster enthält alle vorher erklärten Informationen, aufgeteilt nach E-Mail, einschliesslich einer Analyse der Regeln in Kombination mit den Nachrichten, was zur Reduzierungsmenge führt.

 

E-Mails, die mehrmals gesendet werden

Beim Umgang mit Mailings, die mehrmals gesendet werden (entweder über eine Aktionsliste oder über ausgelöste Journeys) können die Dinge schnell viel komplexer werden.
Um immer noch in der Lage zu sein, die Daten zu skizzieren, die wir erwarten können, nehmen wir eine viel einfachere Benutzerliste, die nur 3 Benutzer enthält. Wir verwenden ausserdem 2 Journeys, die eine Aktionsliste verwenden.

Die erste Journey hat einen Filter, der Benutzer 2 ausschliesst.
Für die zweite Journey ist noch kein Filter eingestellt.

Die erste Journey hat bereits2 E-Mails an Benutzer 1 und 1 E-Mail an Benutzer 3 gesendet.
Die zweite Journey hat noch keine E-Mails gesendet.

Der Konfliktplan ist so konfiguriert, dass er das Senden von 2 E-Mails pro Woche erlaubt.
Die erste Journey hat Priorität gegenüber der zweiten Journey.

Die Aktionsliste enthält einen Datensatz für jeden Benutzer.

 

Journey

Hier sehen wir die zwei Journeys mit ID 2526 und 2528. Nennen wir diese die erste bzw. zweite Journey.

Die erste Journey könnte aufgrund des Filters nur Benutzer 1 und 3 ansprechen und für jeden dieser Benutzer ist ein Aktionslistendatensatz vorhanden. Benutzer 1 hat jedoch dieses Mailing bereits zweimal in dieser Woche erhalten, Benutzer 3 hat es einmal erhalten.

Jetzt berichten wir in der Berichtskomponente 2 Benutzer, weil für jeden dieser Benutzer ein Aktionslistendatensatz vorhanden ist. Für die E-Mail-Komponente berichten wir "Kein Konflikt", da keine anderen Mailings das Senden dieses Mailings verhindern, selbst wenn wir während der nächsten Ausführung nur Benutzer 3 und nicht Benutzer 1 ansprechen.

Bei der zweiten Journey sehen wir die Berichtskomponente, die 3 Benutzer zeigt, weil wir keinen Filter haben und für jeden Benutzer ein Aktionslistendatensatz vorhanden ist. Für die E-Mail-Komponente sehen wir im Bericht eine Reduzierung um 66,67%. Da die erste Journey Priorität hatte, kann diese zweite Journey nur Benutzer 2 ansprechen; für Benutzer 1 und 3 wird eine Konfliktauflösung durchgeführt.

 

Kommunikationskadenz — Konfliktansicht

Gehen wir für das Konflikt-Fenster zuerst die Farbcodes durch:

WeissBenutzer in diesem Teil sind nicht im Ziel der Journey, unabhängig von der Kommunikationskadenz. (Dies ist Benutzer 2 für die erste Journey.)

BlauBenutzer in diesem Teil sind im Ziel der Journey, haben noch keine E-Mail erhalten und es wird keine Konfliktauflösung durchgeführt. In anderen Worten, diese Benutzer erhalten Ihr Mailing. (Dies ist Benutzer 2 für die zweite Journey.)

Blau/grau gestreiftBenutzer in diesem Teil sind im Ziel der Journey und haben bereits eine E-Mail erhalten. Es wird jedoch keine Konfliktauflösung durchgeführt und daher erhalten sie Ihre E-Mail erneut. (Dies ist Benutzer 3 für die erste Journey.)

RotBenutzer in diesem Teil sind nicht im Ziel der Journey, es wird aber eine Konfliktauflösung durchgeführt. Diese Benutzer erhalten dieses Mailingnicht. (Dies sind Benutzer 1 und 3 für die zweite Journey.)

Rot/grau gestreiftBenutzer in diesem Teil sind im Ziel der Journey und haben dieses Mailing zuvor erhalten. Für sie wird jedoch eine Konfliktauflösung durchgeführt. (Dies ist Benutzer 1 für die erste Journey.)

Grau — In diesem Beispiel nicht behandelt. Dies bedeutet jedoch, dass diese Benutzer dieses Mailing bereits erhalten haben und dieses Mailing nicht erneut erhalten, unabhängig von der Kommunikationskadenz (entweder haben sich die Filter geändert oder es ist kein Mailing, das mehrmals gesendet wird).

 

Jetzt, wo wir die Farben behandelt haben, sprechen wir noch einmal über die Spalten.

Gesamte Zielgruppe — Dies bezeichnet die komplette Zielgruppe der Journey. Dies ist normalerweise gleich dem Wert, der durch die Berichtskomponente gezeigt wird.

Hinweis: Wenn die Filter geändert und bereits angesprochene Benutzer herausgefiltert werden, werden diese trotzdem zur gesamten Zielgruppe gezählt.

Reduzierung — Der Prozentsatz der Benutzer in der gesamten Zielgruppe, der aufgrund der Konfliktauflösung (überhaupt) nicht angesprochen wird. Für die zweite Journey ist dies offensichtlich 66,67%, da zwei von drei Benutzern dieses Mailing nicht erhalten.

Zugestellt — Der Prozentsatz Ihrer gesamten Zielgruppe, der dieses Mailing bereits erhalten hat. Für die erste Journey ist dies 100%, auch wenn bereits zwei E-Mails an Benutzer 1 gesendet wurden und eine weitere E-Mail an Benutzer 3 gesendet wird. Für die zweite Journey ist dies 0%, da noch keine E-Mails gesendet wurden.

Tatsächliche Zielgruppe — Dies kann als die Menge der Benutzer interpretiert werden, die in der nächsten Ausführung jeder Journey angesprochen werden. (KöNNEN angesprochen werden. Wenn eine andere Journey den Aktionsdatensatz für einen spezifischen Benutzer verbraucht, kann dieser Datensatz selbstverständlich nicht mehr für diese Journey verwendet werden.)

 

Kommunikationskadenz — Planungsansicht

Die Zahlen, die wir hier sehen, widersprechen der Intuition ziemlich. Warum würden wir zeigen, dass unser Ziel auf 0% reduziert wurde, wenn wir zuvor erwähnt haben, dass eine E-Mail für das erste Mailing und eine weitere für das zweite Mailing gesendet wird?

Die Reduzierung wird wie folgt berechnet:
Zuerst zählen wir alle Empfänger, von denen erwartet wird, dass sie eine E-Mail erhalten, mit Ausnahme aller Empfänger, die bereits eine E-Mail empfangen haben. Diese Zahl teilen wir durch die gesamte Zielgruppenzahl und berichten sie als "reduziert auf"-Prozentsatz.

Für das erste Mailing waren daher zwei Benutzer in diesem Ziel, zwei Benutzer haben bereits ein Mailing erhalten und ein Benutzer, der bereits eine E-Mail erhalten hat, erhält erneut eine. Daher wäre die erste Zahl (erwartet, dass eine E-Mail erhalten wird, aber noch keine erhalten) 0. Wir können dies wie folgt interpretieren: 0% unserer gesamten Zielgruppe für diese Journey erhalten eine E-Mail, wenn sie noch keine erhalten haben.

Für das zweite Mailing wissen wir, dass die erste Zahl 1 ist. Es wird erwartet, dass nur ein Benutzer eine E-Mail erhält, noch niemand hat eine erhalten. Das gesamte Ziel für diese Journey ist 3, dies ergibt 33%.

In den Details für die erste Journey sehen wir nur die Daten, wie wir bereits gesehen haben. Beachten Sie, dass die Details unten zeigen, wie dieses Mailing in Konflikt mit sich selbst steht.

Auch hier wurden alle Details in diesem Fenster bereits behandelt. Nichts, was wir hier sehen, sollte jetzt überraschen.